Häufig gestellte Fragen - FAQ
Wie hoch ist die Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr orientiert sich an der Größe der Hunde daher an den Kosten:
- Hunde aus Deutschland: 450,00€ - 500,00€
- große Hunde Portugal und Azoren (auch auf der PS): 490,00€ - 590,00€
- kleine Hunde Portugal und Azoren (auch auf der PS): 400,00€ - 590,00€
- Gnadenplatz gesucht: "Platz vor Preis"
Bei einer kurzfristigen Absage (weniger als 14 Tage vor Trapo/Flug ) seitens des Adoptanten, ist sich an den Reisekosten (Trapo oder Flug, Traces, Fahrtkosten, ggf. Pensionskosten, Stornokosten,..) mit 150€ pro Hund zu beteiligen!
Wie kommen die Hunde nach Deutschland?
Die Hunde von den Azoren fliegen zunächst von den Tötungsstationen und Canilen nach Lissabon, wo sie von unserer Pflegestelle Vania abgeholt werden. Dort werden sie ausreisefertig gemacht, d.h. sie werden auf Verträglichkeit mit Hunden, Katzen und Kindern (nach Bedarf und Möglichkeit) getestet, aufgepäppelt und weiter eingeschätzt. Sind die Hunde bereit, kommen sie mittels Lanstrapos an bestimmte Übergabestellen an, von denen sie abgeholt werden können. Es kann aufgrund der Fahrpläne bis zu einem Monat dauern, bis die Hunde an den jeweiligen Übergabestellen ankommen.
Wie wird die Rettung der Hunde finanziert?
Die Kosten für eine Rettung eines Azorenhundes, die über die Schutzgebühr hinausgehen, wie Klinikkosten, Kastration, Traces, Impfungen, Pension und Futter bis zum Flug, EU-Heimtierausweis, Test auf Mittelmeerkrankheiten und vieles mehr, müssen über Spenden bzw. Rettungspatenschaften finanziert werden. Hierfür gibt es unsere Auktionen und Spendenaufrufe.
Verträgt sich mein adoptierter Hund mit Katzen und anderen Haustieren?
Die meisten Hunde von den Azoren sind an Katzen gewöhnt, allerdings möchten wir darauf hinweisen, dass wir keinen Katzentest bei Hunden, die sich noch auf den Azoren befinden, machen können. Erst in Vania (Portugal) ist ein solcher Test möglich. Jedoch ist durch einen Katzentest keine 100-prozentige Garantie gegeben, dass sich der Hund auch wirklich mit DEINER Katze versteht - denn durch das neue Zuhause ergibt sich für den Hund eine ganz neue Situation. Ähnliches gilt für Artgenossen. Daher ist es wichtig, dass man eine Zusammenführung im Idealfall nicht alleine, ohne Ressourcen wie Futter, Spielzeug und eventuell auf neutralem Boden, mit genügend eingeplanter Zeit durchführt. Manche werden sich direkt verstehen, manche werden Zeit benötigen, sich als gemeinsames Rudel zu sehen. In seltenen Fällen kann es sein, dass die Situation überhaupt nicht funktioniert und der Hund ausziehen muss. Wendet Euch bitte frühzeitig mit Euren Bedenken an uns. Wichtig ist, dass Eure Entscheidung gut überlegt ist, da dies wieder neuen Stress, neue Umgebung, neue Menschen und eventuell Artgenossen für den Hund bedeutet.
Bin ich geeignet, einen Hund zu adoptieren?
Beachte, dass ein Hund sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht. Stelle sicher, dass Du genug Zeit hast, um Dich um Deinen neuen Hund zu kümmern, ihn zu trainieren und ihm Gesellschaft zu leisten und Aufmerksamkeit zu schenken. Du solltest bereit sein, die Verantwortung für den Hund für dessen gesamte Lebensdauer zu übernehmen, die je nach Rasse und Gesundheit 10-15 Jahre oder mehr betragen kann. Bevor Du Dir einen Hund anschaffst, musst Du abklären - wenn Du in Miete wohnst - ob Haustiere überhaupt erlaubt sind. Zudem musst Du in der Lage sein, die laufenden Kosten für die Pflege eines Hundes zu tragen, einschließlich Futter, tierärztliche Versorgung, Impfungen, Versicherung, Pflege und andere Ausgaben. Es ist hilfreich, wenn du bereits Erfahrung im Umgang mit Hunden hast. Falls nicht, solltest du dich gründlich informieren und möglicherweise Kurse oder Trainings besuchen. Dein Zuhause sollte hundesicher sein. Dies umfasst das Entfernen von Gefahrenquellen, das Bereitstellen eines geeigneten Schlafplatzes und das Vorhandensein von Futter- und Wassernäpfen, Spielzeug und Pflegeutensilien. Auch dein Lebensstil sollte zu den Bedürfnissen des Hundes passen. Aktive Hunde benötigen viel Bewegung und geistige Stimulation, während ältere oder ruhigere Hunde möglicherweise weniger aktiv sind. Außerdem solltest du in einer stabilen Lebenssituation sein, die es dir erlaubt, langfristig für den Hund zu sorgen.
Was sind klassische Fehler bei der Hundeerziehung?
Hundeerziehung kann eine Herausforderung sein, besonders für Ersthundebesitzer. Es ist wichtig, geduldig, konsequent und informiert zu sein, um häufige Fehler zu vermeiden, die die Entwicklung und das Verhalten des Hundes negativ beeinflussen können: Ein schlecht sozialisierter Hund kann Angst und Aggressionen entwickeln. Sozialisierung beginnt im Welpenalter und sollte den Hund an verschiedene Menschen, Tiere, Umgebungen und Geräusche gewöhnen. Da die Hunde in einer nicht sozialisierten Umgebung aufgewachsen sind, ist hier viel Arbeit und Geduld nötig. Hunde lernen in ihrem eigenen Tempo. Ungeduld kann zu Frustration führen und den Lernprozess behindern. Sei geduldig und halte die Trainingseinheiten kurz und positiv. Wiederhole Übungen, bis sie sitzen, ohne Druck auszuüben. Hunde kommunizieren viel über ihre Körpersprache. Ignorieren dieser Signale kann zu Missverständnissen führen. Lerne, die Körpersprache deines Hundes zu verstehen und darauf zu reagieren. Auch uneinheitliche Befehle oder Regeln verwirren den Hund und erschweren das Lernen. Setze klare, konsistente Regeln und Befehle, die alle Familienmitglieder befolgen. Korrigiere unerwünschtes Verhalten frühzeitig und konsequent, denn auch kleine Fehlverhalten, die ignoriert werden, können sich zu größeren Problemen entwickeln. Jeder Hund ist anders. Ein Trainingsansatz, der für einen Hund funktioniert, passt möglicherweise nicht zu einem anderen. Passe das Training an die Persönlichkeit und Bedürfnisse deines Hundes an. Einige Hunde reagieren besser auf bestimmte Methoden als andere. Unregelmäßiges Training führt zu langsamen oder unvollständigen Lernerfolgen. Integriere tägliche kurze Trainingseinheiten in deinen Alltag. Unterforderung kann zu Langeweile und destruktivem Verhalten führen. Biete deinem Hund ausreichend körperliche Bewegung und geistige Stimulation durch Spiele, Training und Aufgaben. Zu viele neue Befehle oder zu lange Trainingseinheiten können den Hund überfordern und frustrieren. Fokussiere dich auf 2-3 Befehle und übe diese, bevor du mit weiteren Befehlen auf ihn zukommt. Übermäßige Bestrafung kann zu Angst und Vertrauensverlust führen, während positive Verhaltensweisen nicht ausreichend verstärkt werden. Verwende hauptsächlich positive Verstärkung (Lob, Leckerlis) und setze Bestrafungen sparsam und nur im richtigen Kontext ein. Belohnungen oder Bestrafungen, die zu spät gegeben werden, verbindet der Hund nicht mit dem gewünschten oder unerwünschten Verhalten. Belohne oder bestrafe den Hund sofort nach dem Verhalten, um klare Verbindungen zu schaffen. Leckerlis als Hauptmotivation können zu Übergewicht führen und den Hund davon abhängig machen. Verwende eine Kombination aus Lob, Spielzeug und Leckerlis und reduziere die Anzahl der Leckerlis im Laufe der Zeit.
Sind die Hunde bereits gechipt und geimpft?
Alle Hunde kommen mit EU-Pass, Chip, und TRACES nach Deutschland und sind durchgeimpft, entfloht und entwurmt. Sobald die Hunde alt genug sind, werden sie auch kastriert. Außerdem werden die Hunde vor Abreise durch einen Blutschnelltest auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Das Ergebnis wird vom Tierarzt in den Pass eingetragen. Es wird empfohlen, diesen Test nach einem halben Jahr bis Jahr zu wiederholen.
Wie ist der Gesundheitszustand der Adoptionshunde?
Wir geben immer unser Bestmöglichstes den Hunden vor Ort die benötigte medizinische Versorgung zu bieten. Leider ist dies, bei den Gegebenheiten vor Ort, nicht immer ausreichend möglich. Einige Hunde haben durch die schlechte Haltung in der Vergangenheit beispielsweise schlechtere Zähne. Auch durch den Stress, den die Hunde während der Zeit in der Tötung oder auf der Reise erleben, kann es gut zu Ohrenentzündungen, Durchfall, schuppigem Fell oder anderen Symptomen kommen. Dies sind jedoch Probleme, die sich meist gut beheben lassen.
Wie bereite ich mein Zuhause auf einen Hund vor?
Die Vorbereitung deines Zuhauses auf einen Hund erfordert sorgfältige Planung und Anpassungen, sodass dein neuer vierbeiniger Freund in einer sicheren und komfortablen Umgebung lebt. Bereits vor Ankunft des Hundes sollten einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, wie beispielsweise für den Hund giftige Substanzen entfernen und sicher lagern oder Bereiche, in denen sich der Hund nicht aufhalten soll, absperren. Außerdem solltest du dir eine Grundausstattung an Hunde-Equipment zulegen. Dazu zählen ein Hundebett, Futter- und Wassernäpfe, Spielzeug, Leinen und Halsbänder. Ein bequemer Schlafplatz ist sehr wichtig. Das Bett sollte an einen ruhigen Ort gestellt werden, an dem sich der Hund sicher und ungestört fühlt. Bei den Näpfen sollte darauf geachtet werden, dass sie stabil sind und nicht leicht umgeworfen werden können. Beim Kauf des Hundefutters sollte darauf geachtet werden, dass alle nötigen Inhaltsstoffe im Futter enthalten sind. Verschiedene Spielzeuge, wie Kauspielzeug, Bälle und Plüschtiere, sind sehr sinnvoll, um den Hund zu beschäftigen. Eine sichere Leine und ein gut sitzendes Halsband oder Geschirr sind für Spaziergänge essenziell. Auch Pflegeutensilien, wie Bürsten, Shampoo, Zahnpflegeprodukte und Krallenschneider sollten vorhanden sein. Auch die Umgebung sollte an einen Hund angepasst werden: ein eingezäunter Außenbereich, wie Garten oder Hof bietet dem Hund einen sicheren Platz zum Spielen. Genauso wichtig ist auch ein ruhiger Bereich, wo der Hund sich zurückziehen kann, wenn er Ruhe braucht.
Was bedeutet die Adoption für den Hund?
Die Adoption bedeutet für deinen Hund Stress! Bevor dein Hund überhaupt in den Flieger steigt, ist er Stress und Angst ausgesetzt. In den meisten Fällen wird er noch vom groben und oft nicht allzu tierlieben Tötungspersonal aus dem Zwinger geholt und bereit für den Auszug gemacht. Dann trifft er oft fremde Menschen (Klinikpersonal oder unsere Tierschützer vor Ort) und wird in die Klinik vor Ort gebracht. Vielleicht ist dies überhaupt die erste oder zweite Autofahrt seines Lebens.In der Klinik erlebt er neue Gerüche, weitere fremde Leute, Hektik, laute neue Geräuschkulissen, neue Hunde um ihn herum, anderes Futter, wieder blanker Asphaltboden und einen Zwinger, aber an einem anderen Ort. Dort wird er durchgecheckt, geimpft, eventuell kastriert, er bekommt Tabletten und Mittel zur Parasitenbeseitigung, ihm wird Blut abgenommen für den Test auf Mittelmeererkrankungen und viele weitere Behandlungen, die für den Vierbeiner stressig und angsteinflößend sind. Steht der Tag des Fluges an, beginnt der Tag für ihn meist mitten in der Nacht. Um Erbrechen vorzubeugen, gibt es meist auch kein Futter, er muss bereits früh in seiner Box am Flughafen warten, mit der Geräuschkulisse von anderen Tieren, die Angst haben, Gabelstaplern, fremden Menschen und des rüttelnden und dunklen Transports. Während der gesamten Reise, weiß er nicht, was ihn erwartet: er hat keine Ahnung, dass ihm nach den Strapazen die Chance, endlich ein neues Leben zu beginnen, erwartet. Nach dem Verladen, dem Zwischenlanden, eventuell einem kurzen Aufenthalt in einem Hundehotel oder einer Fahrt mit einem Trapo, kommt er an der Abholstation an. Durch die Futterumstellung, Behandlungen in der Klinik (Entwurmung und Co.) und den Stress der Reise kann es zu Durchfällen kommen. (Sollte dies sich nicht bessern, muss natürlich beim Tierarzt überprüft werden, ob es andere Gründe dafür geben könnte.) Dein neues Familienmitglied möchte sich vermutlich am liebsten ausruhen, auch wenn es nicht direkt so wirkt, weil es sich nicht von selbst hinlegt, sondern unruhig und rastlos auf und ab läuft. Wichtig ist hier, dass du deinen Vierbeiner erstmal genügen Zeit lässt, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, bevor du ihn streicheln möchtest, denn er fühlt sich dadurch möglicherweise bedrängt. Gerade Kinder brauchen in diesem Moment die Unterstützung ihrer Eltern, diese ungewohnte Situation zu verstehen, schließlich wollen sie dem Hund etwas Gutes tun, ihn streicheln und sein Gefühlschaos der Reise ist noch nicht so einfach zu verstehen. Seid ihr Zuhause angekommen, benötigt er ein paar Tage, um sich richtig auszuschlafen. Gib deinem Vierbeiner Zeit zur Eingewöhnung, um etwas Vertrauen und eine erste Bindung aufzubauen.
Was muss ich beim ersten mal Gassi gehen beachten?
Eine normale Führleine (bitte keine Flexileinen, diese können dem Hund hinterher jagen, laute Geräusche machen, etc.), sollte mit einem Ende an dem Sicherheitsgeschirr befestigt werden, mit dem anderen Ende am Halsband um ein Herausschlüpfen aus ,,normalen Sicherungen‘‘ zu vermeiden. Durch die Zeit im Zwinger haben die Adoptivhunde wenig Kondition und brauchen etwas Zeit, um wieder Muskulatur aufzubauen. Daher reichen zu Beginn auch kurze Spazierrunden. Um am Anfang Stress für den Hund zu vermeiden und Sicherheit zu gewinnen, kann es helfen, erstmal immer die gleiche Runde zu wählen.
Wie verhalte ich mich gegenüber meinem neuen Hund?
Für Hunde ist vor allem in Erstbegegnungen die Körpersprache des Menschen extrem wichtig! Hunde haben ihre eigene Sprache und verstehen körpersprachliche Signale deshalb auch vorwiegend in dieser. Das führt oft zu Kommunikationsmissverständnissen zwischen Mensch und Hund. Ein Beispiel hierfür: Menschen meinen es gut, wenn sie sich nach vorne über den Hund beugen, ihm in die Augen schauen und ihn streicheln wollen. Hunde, die (Körper-)Kontakt zu Menschen nicht gewohnt sind, können sich durch dieses Verhalten jedoch bedroht fühlen. Nicht selten haben die Adoptivhunde schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Generell wollen Hunde oft, ähnlich wie wir Menschen auch, nicht unbedingt von Fremden angefasst werden. Es gibt natürlich Hunde, die von Streicheleinheiten nicht genug bekommen können und sich sogar dafür aufdrängen. Für Hunde ist es also durchaus normal (und nicht unhöflich), wenn Menschen (und auch andere Hunde) sie beim Erstkontakt ignorieren. Man drückt damit lediglich aus: ,,Von mir geht keine Gefahr aus, ich bin nicht bedrohlich." Begegnet man dem Hund, kann man nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in die Hocke gehen und versuchen, den Hund anzusprechen und zu locken. Ein abgewandter Körper und nicht allzu direkter Blick helfen vielen Hunden, sich zu trauen, mehr Kontakt aufzunehmen. Dabei sollte man nicht unbedingt über den Hundekopf greifen, sondern – sofern der Vierbeiner den Kontakt zulässt und nicht zurückweicht – ihn seitlich an der Brust oder Schulter kraulen. Jeder Hund hat eigene Vorlieben beim Streicheln, doch gibt es einige Körperstellen, die fast alle Fellnasen mögen: Berührungen am Brustkorb (vor allem wenn der Hund neben dir sitzt), an der Körperseite und an der Schnauze entlang mögen die meisten Hunde. Empfindlich sind dagegen viele Vierbeiner an Rute und Pfoten, vor allem, wenn sie es nicht gewohnt sind, dort angefasst zu werden. Auch Umarmungen mag nicht jeder Hund. Aber fast noch wichtiger als die Tatsache, wo man einen Hund streichelt, ist die Frage, in welcher Situation man es am besten tut. Wenn Hunde beispielsweise in eine neue Umgebung kommen und gerade darauf konzentriert sind, alles einzuordnen, wenn sie einen anderen Hund treffen, ins Spielen oder Schnüffeln vertieft sind, wollen viele nicht angefasst werden. Auch beim Fressen sollte man sie nicht stören, genauso wenn der Hund sich in sein Körbchen zurückzieht, bringt es nichts, ihn zu weiteren Streicheleinheiten aufzufordern. Im Gegenteil: Eine solche Aufdringlichkeit schadet eher dem Vertrauen zwischen Tier und Mensch.
Muss ich mit meinem adoptierten Hund zur Hundeschule
Um ihm zu helfen, sich an die neuen Regeln seiner neuen Heimat anzupassen, melde dich am besten in einer Hundeschule an. Hierbei ist es wichtig, dass die auserwählte Hundeschule auf die Bedürfnisse von dir und deinem neuen Familienmitglied eingehen kann und das auch will. Umso wichtiger ist es, eine Hundeschule/ einen Hundetrainer zu finden, der im Idealfall nicht nur keine Vorbehalte, sondern auch Erfahrungen in diesem Bereich aufweisen kann. Zu Beginn kann es reichen, nur aus etwas Entfernung dem Geschehen zuzuschauen, mit einem Hund und so zu signalisieren "Es passiert dir nichts". Da die Einheimischen auf den Azoren in den seltensten Fällen mit ihren Hunden "Gassi gehen", kann es durchaus gruselig für deinen Hund sein, frontal mit direktem Blickkontakt auf andere Hunde zuzugehen und erst kurz vorher auszuweichen, da in der Natur fremden Tieren, die nicht zum Rudel gehören, weitläufig aus dem Weg gegangen wird. Somit kann ein direktes aufeinander Zulaufen als Bedrohung eingeordnet werden. Für Hundeanfänger sind auch Einzelstunden bei einem guten Hundetrainer empfehlenswert. So kannst du verhindern, dass sich direkt zu Beginn Fehler einschleichen, die nachher schwerer wieder wegzubekommen sind.
Wie registriere ich meinen Hund richtig?
Melde deinen Hund beim zuständigen Bürgeramt oder Ordnungsamt deiner Gemeinde an. Dies sollte in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahme des Hundes erfolgen. Stelle sicher, dass dein Hund alle erforderlichen Impfungen erhalten hat. Viele Gemeinden verlangen einen Nachweis über eine Tollwutimpfung. Ein allgemeiner Gesundheitscheck kann auch erforderlich sein, um sicherzustellen, dass dein Hund in guter Verfassung ist. Für die Registrierung benötigst du meist einen Nachweis über die Identität und die Adresse des Halters sowie Informationen über den Hund (z.B. Rasse, Alter, Größe, Chipnummer und unseren Vertrag). Im Rahmen der Anmeldung wird auch die Hundesteuer fällig. Die Höhe der Steuer variiert je nach Gemeinde. Bitte informiere dich im Vorhinein, welche Auflagen die Hundehaltung bezüglich Rasse, Anzahl oder Größe speziell in deiner Stadt oder Gemeinde gelten und wie schnell du deinen Hund bei der Hundesteuer anmelden musst. Alle Hunde, die über uns vermittelt werden, sind mit einem Microchip ausgestattet. Allerdings bedeutet das nicht, dass der Hund automatisch auch irgendwo registriert ist. Erst durch eine kostenlose Registrierung bei einem Haustierregister, beispielsweise TASSO, Europas größtes kostenloses Haustierregister, sind eure Kontakte in Verbindung mit dem Chip hinterlegt. Dies erleichtert das Auffinden deines Hundes im Falle eines Verlusts.
Was mache ich, wenn der Hund entläuft?
Sollte dir mit allen Vorsichtsmaßnahmen und Sicherungen ein Hund entlaufen, lässt sich zum einen eine Vermisstenmeldung bei TASSO erstellen, zum anderen kann der Hund zugeordnet werden, wenn er gefunden werden sollte. TASSO e.V. beschäftigt sich seit über 35 Jahren mit der Rückvermittlung von vermissten Tieren. So kann beim Auslesen des Chips nachvollzogen werden, auf wen der Hund im Haustierregister registriert ist. Außerdem sollten zusätzlich zu Underdog Rescue ebenfalls sofort Polizei, Tierschutz in der Region und ein erfahrener Pet-Trailer kontaktiert werden. (Es gibt großen bundesweite Tiersicherungs-Netzwerke). Meistens sind Hinterherlaufen, aktive Suche, Einsatz von Keschern, gezieltes Stellen und in die Ecke Drängen keine geeignete Sicherungsmethode für ängstliche Hunde. Sie werden so in vielen Fällen weiter weg getrieben. Mit Ruhe und Besonnenheit lassen sich viele Hunde im Nahbereich halten, oft kehren sie sogar selbst wieder zurück!